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Kurzweiliger Abend bei der Jahresfeier des TSV Untersteinbach

„Und die Moral vor der Geschicht‘ – Totgeglaubte sterben nicht.“ Mit dieser Zusammenfassung beendete Helga Hellhörig (Annika Seybold) nach knapp 2 ½ Stunden die Jahresfeier des TSV Untersteinbach. Zuvor nahm die komplett aus TSV –Mitgliedern bestehende Schauspiel-Truppe die über 200 Zuschauerinnen und Zuschauer in der ausverkauften Festhalle in Untersteinbach mit auf eine unterhaltsame Reise ins Altenheim „Zum weis(s)en Schwan“.

Das Autorenteam (Simone Dörre, Sven Geist, Toni Geist, Wanja Hübner, Heike Keil und Annika Seybold) hatte sich anlässlich des 75-jährigen Vereinsjubiläums des TSVs eine Geschichte einfallen lassen, in deren Mittelpunkt Vereinsgründer und langjähriger Kapitän der ersten Mannschaft Toni Fürsorglich (Toni Geist) stand.
Dieser möchte, seinen nahenden Tod vor Augen noch einmal mit sich ins Reine kommen und lässt seinen außerehelichen Sohn Albert Aalglatt (Wanja Hübner) zu sich kommen. Beide hatten seither keinen Kontakt. In Erwartung einer Erbschaft sucht Aalglatt, der eigentlich in Frankfurt lebt, mit seinen beiden aus geschiedener Ehe stammenden und ihn zu tiefst verabscheuenden Töchtern Chantal und Davina (Anna Keil und Jenny Geist) seinen mutmaßlichen Erzeuger auf. Dieser lebt in besagtem Altenheim und wird dort rührend von seiner Tochter Frida Fürsorglich (Heike Keil) umsorgt. In Kenntnis vom offensichtlich baldigen Ableben des Fürsorglich und dessen vorhandenen Vermögens, bemüht sich plötzlich auch die zuständige Krankenschwester Stefanie (Simone Dörre) auffallend herzlich um ihn. Sie hofft gemeinsam mit „TSV-Mädchen-für-Alles“ Kalle Knallhart (Sven Geist) auf die Mitgift, um diese in „ihren“ TSV zu investieren. Dank der pfiffigen Altenheimbewohnerin Helga Hellhörig, die heimlich einen DNA-Test bei Aalglatt durchführen lässt, stellt sich am Schluss heraus, dass dieser doch nicht der Sprössling von Fürsorglich ist. Und auch das Erben muss auf sich warten, denn dank der medizinischen Kompetenz des Heimarztes Dr. Trinkmann (Mark Neuhauser) konnte Fürsorglich geheilt werden und hat noch einige Jahre vor sich.

Das Stück lebt neben der wendungsreichen Handlung von vielen kleinen Seitenhieben und viel Lokalkolorit. So trifft sich regelmäßig ein Stammtisch alter Weggefährten mit Fürsorglich und philosophiert über Gott und die Welt. Hierbei wähnt der Pharmavertreter in Ruhestand Geri (Gerald Keil) gerne mal sich auf einem Pharmaziekongress in den 1990ern, auf dem der seine Aktionsware für 49 Mark 80 anbietet oder den Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl begrüßt. Der ehemalige Feuerwehrmann Holger (Holger Rückert) trauert den alten Zeiten nach, in denen sich die kürzlich fusionierten Batterien von Harsberg und „Stobach“ immer im Wettstreit befanden und findet sich plötzlich in einem dringenden Einsatz wieder, natürlich mit Handfeuerlöscher in der Tasche. Der pensionierte Schlagersänger Mark (Mark Dürr) kommentiert dagegen das Gesagte stets singend mit einem passenden Schlager. Biergartenbesitzer Marco (Marco Jensch) sorgt sich darum, dass sich schon wieder ein italienischer Camper (Andreas Neu) über den ständigen Lärm beschwert, während Taxi-Fahrer Ivan (Boris Hübner) damit fertig werden muss, dass die zum Feiern ins Tanzlokal fahrenden Fußballer (Kevin Eggs und Marcel Sommer) den mitfahrenden betrunkenen Aaaglatt im Taxi zurücklassen und dieser die Nacht im Fahrzeug verbringt. Das Taxi an sich erwies sich auf jeden Fall als absoluter Hingucker.

Bereichert wurde das Stück auch immer wieder durch Aufführungen einzelner Gruppen des TSV. So demonstrierten die Turnerinnen ihr Können am Boden und die Volleyballerinnen wie beweglich man auch mit Rollator sein kann. Die Gruppe der Jedermänner zeigte den Zuschauern die Ästhetik des Synchronschwimmens und die Fußballer heizten mit einer Tanzeinlage den Saal ein. Dafür, dass die Kulissen schnell umgebaut waren sorgten Nils Böhringer und Stefan Dietrich, für den richten Ton und das passende Licht war Pascal Rösch zuständig.

In der Pause gab es eine Tombola mit attraktiven Preisen und zuvor ein hervorragendes Abendessen. Hierbei wurde der TSV durch die Blaskapelle, sowie den Gesangverein unterstützt. Insgesamt kamen alle Zuschauer voll auf ihre Kosten und es war ein lustiger und kurzweiliger Abend, der mit einem gut besuchten Barbetrieb seinen Ausklang fand.

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Das Schauspielteam nach der mehr als gelungenen Aufführung.

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"Unser letzter Wille, ein Schnaps zu unserer P-P-P-P-Pille."

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Im Hintergrund das Taxi - eine absolut geniale Bastelarbeit!

Bild 04

Immer was los auf der Bühne: Während Toni Fürsorglich (links) in seinem Zimmer wartet, sprechen Schwester Stefanie und Kalle (vorne Mitte) über die Ankunft Albert Aalglatts (vorne rechts). Im Hintergrund (von links) Helga Hellhörig, Davina und Chantal Aalglatt, Holger, Mark und Geri. 

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